Entscheidungsmethode

Was kostet ein Buchungssystem wirklich? So rechnen Sie für Ihren Salon

Vergleichen Sie denselben Zeitraum, Funktionsumfang und dieselben Annahmen. Ihr Modell sollte feste Kosten, Nutzungskosten, interne Arbeit und den Wert der Kundengewinnung getrennt ausweisen.

Erstellt von: Ariveno-Produktteam · BrillnetVeröffentlicht: Aktualisiert:

Dies ist eine Berechnungsmethode, kein Sparversprechen. Verwenden Sie Werte aus Ihren Rechnungen und Verträgen. Wenn ein Marktplatz neue Kunden bringt, berücksichtigen Sie diesen Nutzen gesondert.

Der Monatsbeitrag ist nur ein Teil der Rechnung. Vergleichen Sie Systeme mit derselben Zahl tatsächlich abgeschlossener Termine und denselben betrieblichen Anforderungen.

Geprüft:

Brillnet Piotr Adamski · Ariveno

Legen Sie eine gemeinsame Vergleichsbasis fest

Ein günstiger Preis hilft wenig, wenn wichtige Arbeitsschritte zusätzlich bezahlt oder von Hand erledigt werden müssen. Beginnen Sie deshalb mit Ihrem Betrieb: Anzahl der Standorte, aktive Beschäftigte, monatliche Termine und notwendige Funktionen. Notieren Sie außerdem, welche Kommunikationskanäle Sie tatsächlich verwenden. Ein Salon mit überwiegend telefonischen Buchungen braucht eine andere Kostenbetrachtung als ein Studio, das viele Neukunden über eine Vermittlungsplattform erhält.

Verwenden Sie für alle Angebote denselben Zeitraum, etwa zwölf Monate. Trennen Sie einmalige Ausgaben von laufenden Kosten. Prüfen Sie die Währung, den ausgewählten Markt, den Steuerstatus und die Zahlungsperiode. Ein Jahrespreis, der monatlich dargestellt wird, ist nicht dasselbe wie eine monatlich kündbare Zahlung. Übernehmen Sie den konkreten Endpreis aus dem Angebot oder dem Abschlussprozess. Die steuerliche Behandlung richtet sich nach Ihrem Betrieb und dem geltenden nationalen Recht.

Erfassen Sie die laufenden Kosten vollständig

Schreiben Sie zunächst den Beitrag für die benötigten Standorte und Teamgrößen auf. Ergänzen Sie Aufpreise für Funktionen, zusätzliche Nutzer, Nachrichten, Speicher oder Schnittstellen, soweit sie im jeweiligen Angebot vorkommen. Prüfen Sie danach Gebühren, die vom Umsatz oder von Buchungen abhängen. Halten Sie fest, ob sie für jede Reservierung, nur für Neukunden oder nur für bestimmte Kanäle entstehen. Diese Unterschiede verändern die Rechnung erheblich.

Behandeln Sie Zahlungsabwicklung und Buchungsvermittlung getrennt. Eine Zahlung kann eigene Gebühren haben, selbst wenn das Buchungssystem keine Buchungsprovision verlangt. Dasselbe gilt für SMS. Rechnen Sie mit Ihrem tatsächlichen Nachrichtenvolumen und dem Tarif Ihres Anbieters. Wenn eine Funktion nicht benötigt wird, setzen Sie ihren Wert auf null und erläutern Sie das. So bleiben Annahmen sichtbar und werden nicht versehentlich zu angeblichen Leistungen des Produkts.

Geben Sie Ihrer eigenen Zeit einen Wert

Der Wechsel benötigt Arbeitszeit: Daten bereinigen, Dienstleistungen einrichten, Team schulen und Buchungslinks testen. Das ist ein Aufwand, auch wenn niemand eine Rechnung schreibt. Erfassen Sie die geplanten Stunden und einen internen Stundenwert. Dieser Wert ist eine eigene Rechenannahme, kein Marktpreis. Verwenden Sie einen Betrag, der zu Ihrem Betrieb passt, und rechnen Sie bei Unsicherheit mit einer unteren und einer oberen Grenze.

Berücksichtigen Sie auch die laufende Verwaltung. Wie viele Minuten benötigen Sie pro Woche für doppelte Kalender, Rückfragen oder Nacharbeit? Messen Sie das an mehreren gewöhnlichen Tagen. Eine versprochene Zeitersparnis zählt erst, wenn die eingesparte Arbeit tatsächlich wegfällt. Wird die freie Zeit nicht für zusätzliche Leistungen oder andere wertvolle Aufgaben genutzt, entsteht daraus nicht automatisch zusätzlicher Umsatz. Trennen Sie deshalb eingesparte Arbeitszeit von finanziellen Einnahmen.

Arbeitsformel: TCO = feste Gebühren + Nutzungsgebühren + Einführung + Arbeitszeit + Zusatzleistungen + Ausstiegskosten. Verwenden Sie durchgehend Netto- oder Bruttobeträge.

Rechnen Sie ein überprüfbares Beispiel

Das folgende Beispiel ist vollständig fiktiv und beschreibt weder Ariveno-Preise noch typische Branchenwerte. Angenommen, ein Salon bezahlt monatlich 45 Euro für eine Software und 15 Euro für verwendete Zusatzleistungen. Die laufenden Ausgaben betragen dann 60 Euro im Monat oder 720 Euro im Jahr. Für Einrichtung und Schulung werden zehn Stunden zu einem intern angesetzten Wert von 25 Euro benötigt. Damit entstehen zusätzlich 250 Euro einmaliger Aufwand.

Bei 200 abgeschlossenen Terminen im Monat ergeben sich 2.400 Termine im Jahr. Die Gesamtkosten des ersten Jahres betragen in diesem Beispiel 970 Euro. Geteilt durch die abgeschlossenen Termine sind das rund 0,40 Euro pro Termin. Im zweiten Jahr entfällt der ursprüngliche Einrichtungsaufwand, sofern keine weitere Umstellung erforderlich ist. Die laufenden Kosten pro Termin liegen dann bei 0,30 Euro. Steuern sind in dieser vereinfachten Rechnung nicht berücksichtigt und müssen einheitlich behandelt werden.

Stützen Sie Fehlerkosten auf tatsächlich auftretende Ereignisse: doppelt gebuchte Geräte, freie Lücken, nicht wahrgenommene Termine oder manuelle Datenkorrekturen. Tragen Sie keinen beliebigen Betrag ohne Erfahrungswerte oder ein ausdrücklich beschriebenes Szenario ein.

Nutzen Sie den richtigen Nenner

Teilen Sie die Kosten durch abgeschlossene Termine, nicht durch sichtbare Kalendereinträge. Stornierte Reservierungen, blockierte Pausen und doppelte Einträge erzeugen keinen abgeschlossenen Kundenbesuch. Legen Sie die Definition schriftlich fest und verwenden Sie sie bei allen Systemen gleich. Bei mehreren Standorten rechnen Sie zunächst je Standort und dann für den Gesamtbetrieb. So verdeckt ein gut ausgelasteter Salon nicht die Kosten eines weniger ausgelasteten Standorts.

Berechnen Sie außerdem eine schwächere Auslastung. Wenn im Beispiel nur 150 Termine monatlich abgeschlossen werden, verteilen sich dieselben Kosten auf 1.800 Termine im Jahr. Die Kosten des ersten Jahres steigen dadurch auf rund 0,54 Euro pro abgeschlossenem Termin. Eine saisonale Schwankung verändert also die Stückkosten, auch wenn der Beitrag unverändert bleibt. Diese zweite Rechnung schützt Sie davor, eine Entscheidung nur auf den besten Monat zu stützen.

Vergleichen Sie Nutzen als Deckungsbeitrag

Zusätzlicher Umsatz und zusätzlicher Gewinn sind verschieden. Für eine Wirtschaftlichkeitsprüfung verwenden Sie den zusätzlichen Deckungsbeitrag, also die Einnahmen aus einer zusätzlich ausgeführten Leistung abzüglich ihrer unmittelbar verursachten Kosten. Welche Kosten dazugehören, müssen Sie für Ihren Salon festlegen. Produktverbrauch, direkt gebundene Arbeitszeit oder zusätzliche Zahlungsgebühren können relevant sein. Verwechseln Sie diese vereinfachte Betrachtung nicht mit einer vollständigen Buchhaltung.

Bleiben wir bei einem ausdrücklich erfundenen Wert: Bringt ein tatsächlich zusätzlich ausgeführter Termin 30 Euro Deckungsbeitrag, decken zwei solche Termine die monatlichen laufenden Kosten von 60 Euro. Das beweist nicht, dass die Software diese Termine erzeugt. Sie müssen den Zusammenhang beobachten. Ein wieder belegter abgesagter Termin zählt nur dann als zusätzlicher Nutzen, wenn er sonst frei geblieben wäre und die Leistung tatsächlich stattgefunden hat.

Prüfen Sie Kündigung und Datenzugang vorab

Zur Kostenrechnung gehören Vertragslaufzeit, Kündigungsfrist und der Aufwand beim späteren Wechsel. Fragen Sie, welche Daten exportiert werden können, wie lange Zugriff nach der Kündigung besteht und welches Format Sie erhalten. Testen Sie einen Export vor dem produktiven Einsatz. Ein schlecht nutzbarer Export kann später zusätzliche manuelle Arbeit verursachen. Bewerten Sie diese Arbeit als mögliches Szenario, statt einen unbelegten Pauschalbetrag zu erfinden.

Personenbezogene Daten bleiben auch im Export geschützt. Die Datenschutz-Grundverordnung verlangt angemessene Sicherheit, Datenminimierung und eine zweckbezogene Aufbewahrung. Eine Kopie für den Anbieterwechsel sollte daher einen klaren Empfänger und eine festgelegte Löschfrist haben. [1] [2] Der günstige Wechsel ist kein Grund, Kundendaten ungeschützt per privater Nachricht zu verteilen. Zugleich ist Datenschutz kein Ersatz für einen nachvollziehbaren Preisvergleich; beide Prüfungen gehören nebeneinander.

Schreiben Sie eine einfache Entscheidungstabelle

Nutzen Sie je Angebot die Spalten laufender Beitrag, variable Gebühren, einmalige Kosten, interner Aufwand, Vertragsende und Jahresgesamtbetrag. Ergänzen Sie eine Zeile für offene Fragen. Setzen Sie unbekannte Kosten nicht auf null. Kennzeichnen Sie sie als ungeklärt und holen Sie ein konkretes Angebot ein. Eine Summe mit unbekannten Bestandteilen ist nur eine vorläufige Rechnung und sollte nicht als günstigstes Ergebnis präsentiert werden.

Erstellen Sie außerdem drei Betriebsannahmen: geringe, normale und hohe Auslastung. Rechnen Sie variable Kosten für jeden Fall neu. Eine hohe Buchungszahl kann bei einem festen Beitrag die Kosten je Termin senken; bei einer Provision steigen die Ausgaben dagegen mit dem relevanten Umsatz oder Buchungsvolumen. Welche Variante passt, ergibt sich aus Ihren Zahlen und den tatsächlich angebotenen Leistungen. Es gibt keinen allgemeinen Sieger für alle Salons.

Entscheiden Sie nach einem echten Test

Prüfen Sie im Testzeitraum die Aufgaben, die heute Aufwand erzeugen: einen telefonischen Termin ergänzen, eine Dienstleistung umbuchen, eine Abwesenheit eintragen und einen freien Platz wieder vergeben. Erfassen Sie benötigte Minuten, Fehler und Rückfragen. Vergleichen Sie die Ergebnisse mit Ihrem bisherigen Ablauf. Ein optisch schöner Kalender kann trotzdem mehr Verwaltungszeit benötigen. Die Testperson sollte deshalb aus dem späteren Team kommen.

Bei Ariveno sind nach der aktuellen Produktbeschreibung automatisierte E-Mail-Erinnerungen enthalten; SMS verwenden ein eigenes SMSAPI-Konto des Salons und werden separat abgerechnet. Die Buchungsprovision beträgt nach der aktuellen Beschreibung null, dennoch bleiben Abonnement und mögliche externe Kosten zu prüfen. Der Test dauert 14 Tage, erfordert eine Karte und geht ohne Kündigung in ein Abonnement über. Übernehmen Sie den für Ihr Land angezeigten Preis und entscheiden Sie anhand Ihres Betriebsfalls.

Nehmen Sie nicht an, dass jeder Termin aus einem Verzeichnis provisionspflichtig oder jede Buchung ein Neukunde ist. Verwenden Sie den konkreten Vertrag und trennen Sie die Kundengewinnung von der Betreuung bereits selbst gewonnener Kunden.

Prüfen Sie den Aufwand bei geringer Nutzung

Rechnen Sie zusätzlich einen Monat, in dem Urlaub oder eine schwächere Saison die abgeschlossenen Termine verringert. Feste Kosten bleiben dabei möglicherweise unverändert. Variable Kosten passen Sie anhand ihrer tatsächlichen Berechnungsgrundlage an. Die schwächere Variante zeigt, welche laufende Verpflichtung auch bei weniger Einnahmen besteht. Verwenden Sie diese Rechnung für Ihre Liquiditätsplanung und verwechseln Sie sie nicht mit einer Prognose.

Legen Sie für unbekannte Zusatzkosten eine konkrete Rückfrage fest: Welche Leistung wird berechnet, in welcher Einheit und ab welcher Menge? Speichern Sie die schriftliche Antwort mit dem Angebot. Wenn der Anbieter diese Angaben nicht nachvollziehbar erklären kann, ist der Preisvergleich noch nicht abgeschlossen. Eine attraktive Zahl ohne geklärten Umfang ist keine belastbare Kostenbasis.

Quellen

Die Quellen belegen die gekennzeichneten Fakten. Abläufe, Beispiele und Berechnungen sind redaktionelle Vorschläge; der rechtliche Geltungsbereich hängt vom Land ab.

  1. Regulation (EU) 2016/679 — General Data Protection RegulationEuropean Union / EUR-Lex
  2. Secure personal data — Data protection guide for small businessEuropean Data Protection Board
  3. Provisionsrechner und Einordnung
  4. Vollständige Ariveno-Preise
  5. Nutzungsbedingungen

Betriebliche Freigabe

Eingaben für Ihre Berechnung

Entnehmen Sie diese Ihren Rechnungen, dem Vertrag und vier repräsentativen Wochen.

  • Tarifpreis, Abrechnungszeitraum, Standortanzahl und Grenze für aktive Personen.
  • Provisionspflichtige Termine und vertraglicher Provisionssatz.
  • Anzahl der Nachrichten je Kanal und Einzelpreis.
  • Stunden für Einrichtung, Import, Schulung und monatliche Verwaltung.
  • Gebühren für Integrationen, Zahlungen, Geräte und Zusatzleistungen.
  • Exportkosten und Bedingungen für die Vertragsbeendigung.
  • Gesondert: tatsächlich über einen Marktplatz gewonnene Kunden und ihr Wert.

Nachprüfbarkeit

Vergleichstabelle ohne versteckte Annahmen

Jeder Posten braucht eine Quelle. Ist ein Wert unbekannt, erfassen Sie eine Bandbreite statt null.

Vergleichstabelle ohne versteckte Annahmen
PostenQuelleBerechnung
AbonnementPreisliste oder AngebotMonatspreis × 12 oder Jahrespreis
ProvisionVertrag und RechnungenBetroffene Besuche × Wert × Satz
NachrichtenPreisliste des KanalsNachrichtenanzahl × Einzelpreis
Interne ArbeitSchätzung des VerantwortlichenStunden × vollständige Stundenkosten
AusstiegExportbedingungenExport + Bereinigung + Kanaländerungen

Mit eigenen Zahlen rechnen

Vergleichen Sie zwölf Monate und bewahren Sie die Quelle jeder Zahl auf.

Ariveno verwendet einen festen Tarif je Standort. Berücksichtigen Sie Nachrichten, Einführung und interne Arbeit auf beiden Seiten Ihres Vergleichs.

Ariveno kostenlos nutzenOhne Daten aus Ihrem Salon nehmen wir keine Einsparungen an.

14 Tage ohne Abonnementgebühr. Karte erforderlich. Wählen Sie Ihr Land, um den Abonnementpreis zu sehen. Das Abonnement verlängert sich automatisch, sofern Sie nicht vor Ende der Testphase kündigen. Optionale SMS werden gesondert berechnet. Vollständige Preise und Bedingungen